Das Kreuz am Brühlweg

Das Kreuz am Brühlweg ist von 1744. Betrachtet man die Lage der ehemaligen Kirche auf dem heutigen Gut Kirchhof, kommt dem Kreuz eine andere Bedeutung zu, als die eines einfachen Flurkreuzes. Geht man von Altrich aus nach Gut Kirchhof, führt rechts ein Weg ab. Das war früher der Moselweg. Es führte damals durch einen Hohlweg durch die Felder geradeaus. Am Brühlweg stand das alte Kreuz und daran vorbei ging der Weg weiter über die „Jeich“ (Gemarkungsname: Auf der großen Geige). Dort stand das Jeichenkreuz am Kreuzgraben auf dem Weg nach Platten. 1870 wurde die Eisenbahnstrecke Koblenz – Trier gebaut und die Feldmark durch diese Trasse zerschnitten. Die Eisenbahn diente der Erschließung des ländlichen Raumes und damit fing das Industriezeitalter an.

 

Vom Bahnbau an verlief der Weg auf die Jeich 200 Meter versetzt über die neue Brücke, schräg auf das Jeichenkreuz zu und teilte die Felder. Bei der Flurbereinigung in den 60er Jahren wurden die Stücke neu eingeteilt und die Flur bekam wieder ein anderes Gesicht. Heute ist es schwer vorstellbar, dass beide Kreuze an einem Weg und fast auf gleicher Linie mit dem alten Friedhofskreuz waren.

 

Das Kreuz ist auch eine Station der sieben Fußfälle. Im Mai geht die erste Bittprozession – morgens in aller Frühe – zu diesem Kreuz.

 

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