Das Kreuz auf der Kordel

Dieses Kreuz war früher eines der Altarkreuze der Fronleichnamsprozession; die Büscheider schmückten den Altar als ihren Beitrag. Früher war dieser Standort des Kreuzes noch vor dem Ort und die Hauptstraße ging direkt am Kreuz vorbei – es lag also nicht so abseits wie heute.

 

In des 1930er und 1940er Jahren gab es noch den Brauch des „Heimholens“. War ein/e Altricher/in auswärts gestorben, wurde am Tag vor dem Begräbnis die Leiche heimgebracht. Die Angehörigen, Nachbarn, Freunde und alle, die Zeit hatten, gingen in einer Prozession zum Kordelkreuz und geleiteten den Toten vom Ortseingang bis zu dem Haus, in dem der Tote aufgebahrt wurde. Auf dem Hin- und Rückweg wurde der Rosenkranz gebetet. Der Tote war heimgekehrt in die Dorfgemeinschaft. Dieser Brauch war nach dem Krieg, als der Straßenverkehr zunahm, nicht mehr zeitgemäß.

 

Das Kreuz ist eine Station der sieben Fußfälle.

 

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